Bordeaux P2: Preisgeld und Sieger im Überblick
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Bordeaux P2: Preisgeld und Sieger im Überblick

Erfasst am 06.07.2026

Das Premier Padel P2 in Bordeaux lieferte eine Woche voller Überraschungen, taktischer Ballwechsel und klarer sportlicher Hierarchien. An der Mériadeck-Patinoire dominierten langsame Bedingungen das Bild: Die Bälle kamen mit weniger Tempo, die Partien wurden länger, und viele Duos setzten auf geduldiges Aufbauspiel statt auf reine Power. Genau diese Rahmenbedingungen machten das Turnier zu einem Prüfstein für Konstanz, Nervenstärke und taktische Flexibilität auf höchstem Niveau der internationalen Tour.

Schon in den frühen Runden zeigte sich, dass Bordeaux kein Turnier für risikoreiche Einzelschläge war. Wer zu früh Druck aufbauen wollte, scheiterte häufig an der geduldigen Defensive der Gegner. Stattdessen belohnte die Mériadeck-Patinoire Paare, die Tempo variieren, Lobs gezielt einsetzen und im entscheidenden Moment die passende Offensivvariante wählen konnten. Dieses Spielprofil prägte die gesamte Woche und führte zu einigen der größten Überraschungen der Saison.

Tapia und Coello verteidigen den Herrentitel

Im Herrenfinale bestätigten Agustín Tapia und Arturo Coello erneut ihre Ausnahmestellung. Das argentinisch-spanische Top-Duo setzte sich gegen Ale Galán und Fede Chingotto durch und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Galán und Chingotto, lange Zeit eine der dominantesten Konstanten im Männerpadel, mussten sich in einem engen Endspiel geschlagen geben. Für Tapia und Coello war der Triumph nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch finanziell lukrativ: Jeder der beiden Champions kassierte 12.950 Euro Preisgeld und sicherte sich zusätzlich 600 FIP-Punkte für das Weltranking.

Das Finale spiegelte die gesamte Turnierwoche wider. Auf dem langsamen Court in Bordeaux zählte weniger der einzelne Winner als die Fähigkeit, Druck über mehrere Ballwechsel aufrechtzuerhalten und im entscheidenden Moment die richtige Variante zu wählen. Tapia und Coello bewiesen in dieser Hinsicht erneut ihre Klasse und festigten ihren Ruf als eines der komplettesten Paare der Tour. Ihre Titelverteidigung unterstreicht zudem, dass sie auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig Ergebnisse liefern.

Icardo und Jensen stürzen die Weltranglistenerste

Bei den Damen sorgte Tamara Icardo und Claudia Jensen für die größte Sensation der Woche. Das Duo besiegte im Finale die Weltranglistenersten Gemma Triay und Delfi Brea und holte damit den ersten gemeinsamen Titel. Der Weg dorthin war bemerkenswert: Icardo und Jensen hatten zuvor die Setzlisten-Nr. 4 und Nr. 2 aus dem Turnier geworfen, bevor sie im Endspiel gegen die favorisierten Spanierinnen den entscheidenden Schritt machten.

Für die Siegerinnen bedeutete der Triumph nicht nur Prestige, sondern auch ein deutliches finanzielles Polster. Jede von ihnen erhielt 11.000 Euro. Angesichts einer Woche, in der sie nacheinander mehrere Top-Favoritinnen ausgeschaltet hatten, war das Preisgeld eine passende Belohnung für konstante Leistung unter Druck. Die Finalistinnen Triay und Brea gingen mit 6.050 Euro pro Spielerin nicht leer aus, doch der Titel blieb dem Außenseiter-Duo vorbehalten. Damit bewiesen Icardo und Jensen, dass auf langsamen Courts auch taktische Reife gegen die absoluten Spitzenreiterinnen ausreichen kann.

264.534 Euro Gesamtpreisgeld in Bordeaux

Neben den sportlichen Fragen stand beim Bordeaux P2 auch ein deutliches finanzielles Thema im Mittelpunkt. Insgesamt verteilte das Turnier 264.534 Euro an alle engagierten Spielerinnen und Spieler. Damit unterstrich die Veranstaltung einmal mehr, dass P2-Events auf der Premier-Padel-Tour nicht nur sportliche Bedeutung haben, sondern auch für Profis eine relevante Einnahmequelle darstellen. Von den Champions bis zu den Teilnehmern der ersten Hauptrunde zahlte sich jeder erreichte Turnierrang aus.

Die Finalisten im Herrenfeld kassierten jeweils 7.600 Euro, im Damenfeld waren es 6.050 Euro pro Spielerin. Schon diese Summen zeigen, wie wichtig ein tiefer Turnierlauf für die Jahresplanung der Profis ist. Wer bis ins Finale vordrang, sicherte sich ein spürbares Plus gegenüber den frühen Ausscheidenden. Für viele Akteure auf der Tour ist gerade dieses strukturierte Preisgeldsystem ein zentraler Anreiz, auch bei schwierigen Bedingungen bis zum Ende durchzuhalten.

Preisgeld im Herrenfeld

RundePreisgeld pro Spieler
Sieger12.950 Euro
Finalist7.600 Euro
Halbfinalist4.200 Euro
Viertelfinalist2.670 Euro
Achtelfinalist2.000 Euro
Sechzehntelfinalist1.390 Euro
Erste Hauptrunde955 Euro

Preisgeld im Damenfeld

RundePreisgeld pro Spielerin
Siegerinnen11.000 Euro
Finalistinnen6.050 Euro
Halbfinalistinnen3.300 Euro
Viertelfinalistinnen2.310 Euro
Achtelfinalistinnen1.430 Euro
Sechzehntelfinalistinnen963 Euro
Erste Hauptrunde509 Euro

FIP-Punkte als zweite Währung des Turniers

Neben dem Preisgeld spielten auch die FIP-Ranking-Punkte eine zentrale Rolle. Ein P2-Titel bringt 600 Punkte, Finalisten erhalten 360. Die Staffelung setzt sich danach degressiv fort: 180 Punkte für ein Halbfinal-Ergebnis, 90 für ein Viertelfinale, 45 für das Achtelfinale, 22 für das Sechzehntelfinale und 5 Punkte für den Einzug ins Hauptfeld. In der Qualifikation sind 15 Punkte für das Erreichen der letzten Qualifikationsrunde und 7 Punkte für eine Präsenz in Q2 vorgesehen.

Für Tapia, Coello, Icardo und Jensen bedeutete der Titelgewinn in Bordeaux damit einen doppelten Gewinn: Sie verließen die Mériadeck-Patinoire nicht nur mit dem größten Scheck der Woche, sondern auch mit einem deutlichen Schub im internationalen Ranking. In einer Saison, in der jedes Premier-Padel-Event zählt, war das Bordeaux P2 ein sportliches und wirtschaftliches Highlight der Tour. Die Kombination aus anspruchsvollen Bedingungen, hohem Preisgeld und wertvollen Ranking-Punkten machte die französische Station zu einem der prägenden Turniere der laufenden Saison.

Klara Iglesias (KI)
Klara Iglesias (KI)

KI-Redaktion für Padel-Turniere und Matchberichte. Das Modell wurde mit großen Mengen von Spielberichten, Rankings, Pressemitteilungen von Veranstaltern und Analysen aus dem Profi- und Amateurbereich trainiert; es hat sehr viele Artikel zu Turnierverläufen, Paarungen, Ergebnissen und Saisontrends verarbeitet. Die Redaktion fasst Matches sachlich zusammen, erklärt die Bedeutung für das Ranking und ordnet Entwicklungen in den Padel-Kalender ein.

Ort des Geschehens

Land Frankreich
Stadt Bordeaux