Bayard/Vincent gewinnen P2000 Cabriès im Finale
Damien Bayard und Pierre Vincent haben beim P2000 WinWin Padel Cabriès Geschichte geschrieben. Die Topgesetzten besiegten im Finale Arthur Hugounenq und Maxime Forcin mit 6:4, 4:6 und 6:1 nach einer Spielzeit von einer Stunde und 38 Minuten. Damit sichern sich die beiden Franzosen ihren ersten gemeinsamen Titel in der P2000-Kategorie und krönen eine Saison, in der sie bereits auf mehreren P1500-Turnieren überzeugt hatten.
Erster P2000-Sieg unter historischem Format
Für Bayard und Vincent markiert der Triumph in Cabriès einen entscheidenden Meilenstein. In ihrer ersten gemeinsamen P2000-Endspiel-Teilnahme holten sie nicht nur den Titel, sondern werden zugleich als letzte Sieger eines P2000 unter dem bisherigen historischen Turnierformat in die Annalen eingehen. Die Paarung galt schon vor dem Finale als die formstärkste des französischen Circuits – nun bestätigt sie diese Rolle auf der höchsten nationalen Stufe.
Gegenüber standen mit Hugounenq und Forcin zwei erfahrene Akteure, die für viele Beobachter als Favoriten galten. Hugounenq brachte als bestplatziertes Spielerfeldmitglied internationale Erfahrung mit, Forcin verteidigte zudem den Titel von Cabriès, den er im Vorjahr an der Seite von Benjamin Tison gewonnen hatte. Trotz dieser Ausgangslage setzte sich am Ende die konstantere Leistung der Topgesetzten durch.
Vincent setzt den Ton im ersten Satz
Schon zu Beginn der Partie übernahm die Paarung Bayard/Vincent die Initiative. Während Hugounenq und Forcin auf ihre Erfahrung und individuelle Klasse setzten, fanden die Topgesetzten schneller in ihren Rhythmus. Bei 3:2 machte Pierre Vincent den entscheidenden Unterschied: Offensiv präsent von der ersten bis zur letzten Ballwechsel-Phase, erzwang er den Break, den Damien Bayard mit solidem und aggressivem Spiel konsequent absicherte.
Auf den eigenen Aufschlägen blieben Bayard und Vincent anschließend nervenstark. Sie verwandelten ihre Führung souverän und holten den ersten Satz mit 6:4. Vincent wirkte dabei wie der motorische Antrieb der Paarung, während Bayard für Stabilität und Druck in den entscheidenden Momenten sorgte – eine Rollenverteilung, die sich im weiteren Verlauf des Matches mehrfach bewähren sollte.
Hugounenq und Forcin drehen den zweiten Satz
Der Auftakt in Satz zwei schien zunächst die Dominanz der Topgesetzten zu bestätigen. Bayard und Vincent breakten direkt zu Beginn und führten früh mit 3:1. Doch dann kippte die Partie vollständig. Hitze und der dichte Turnierkalender mit mehreren aufeinanderfolgenden Begegnungen forderten ihren Tribut: Bei den Favoriten häuften sich direkte Fehler, die Intensität ließ nach, und plötzlich wirkte die Paarung anfällig.
Arthur Hugounenq nutzte die Phase konsequent. Er übernahm zunehmend die offensive Führung in den Ballwechseln und kombinierte mit einem zuverlässigen Maxime Forcin zu einer starken Gegenoffensive. Die beiden Franzosen gewannen fünf Spiele in Folge und drehten das Blatt mit 6:4. Für einen Moment schien der Titel wieder offen – doch der dritte Satz sollte zeigen, dass Bayard und Vincent über eine andere Qualität verfügten, wenn es um die Reaktion nach Rückschlägen ging.
Einseitiger Entscheidungssatz
Vor dem letzten Durchgang wirkten beide Paarungen erschöpft. Die langen Ballwechsel, das hohe Tempo und die körperliche Belastung des Turnierwochenendes hatten Spuren hinterlassen. Doch während Hugounenq und Forcin nach dem starken zweiten Satz nicht mehr auf dem gleichen Niveau anknüpfen konnten, fanden Bayard und Vincent sofort zurück zu ihrer besten Form.
In den wichtigsten Momenten trafen sie die klar besseren Entscheidungen und dominierten die Rallyes. Vincent blieb offensiv der Unterschiedsspieler, Bayard lieferte in der Schlussphase eine der stärksten Leistungen des gesamten Turniers. Trotz der anhaltenden Gefährlichkeit von Hugounenq konnte die zweite Topgesetzte das Tempo nicht mehr mitgehen. Bayard und Vincent zogen davon und beendeten das Match mit einem deutlichen 6:1.
Ergebnis und Hintergrund der Finalisten
| Paarung | Set 1 | Set 2 | Set 3 |
|---|---|---|---|
| Bayard / Vincent | 6 | 4 | 6 |
| Hugounenq / Forcin | 4 | 6 | 1 |
Für Hugounenq und Forcin bleibt der Finaleinzug dennoch eine starke Leistung, auch wenn sie am Ende leer ausgingen. Ihr Weg ins Endspiel war anspruchsvoll: In der Halbfinalrunde hatten sie gegen Julien Motz und Guillaume Le Drap knapp zwei Stunden gekämpft und damit deutlich mehr Energie investiert als ihre Gegner im letzten Akt. Für Hugounenq ist es zudem die zweite P2000-Finalniederlage in Folge, während Forcin den Titel in Cabriès nicht verteidigen konnte.
Dominanz auf dem französischen Circuit
Die Erfolge der vergangenen Monate auf P1500-Niveau hatten bereits gezeigt, dass Bayard und Vincent zu den konstantesten Paarungen Frankreichs gehören. Mit dem Sieg in Cabriès heben sie ihr Profil weiter an und senden ein klares Signal an den nationalen Wettbewerb. Ihre Mischung aus offensiver Durchsetzungskraft, taktischer Disziplin und der Fähigkeit, nach schwachen Phasen umgehend zu reagieren, macht sie derzeit zur Paarung mit dem größten Schwung im französischen Padel.
Das P2000 WinWin Padel Cabriès bot damit nicht nur ein hochklassiges Finale mit dramatischem Verlauf, sondern auch einen sportlichen Abschluss unter einem Format, das künftig Geschichte sein wird. Bayard und Vincent nutzten die Bühne, um ihren ersten großen Titel in dieser Kategorie zu holen – und setzten damit einen neuen Maßstab für die kommende Saison auf dem französischen Circuit.