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FIP Bronze: Franzosen ziehen in Halbfinals ein

Erfasst am 01.06.2026

Der Samstag auf der FIP Tour gehörte den französischen Farben: Beim FIP Bronze Rijswijk in den Niederlanden und parallel beim FIP Bronze Pembroke auf Malta zogen mehrere Tricolore-Paarungen nach starken Viertelfinals in die Halbfinals ein. Während die Herren in Rijswijk mindestens einen Franzosen im Endspiel garantieren, sorgte bei den Damen die frühe Ausscheidung von Léa Godallier für die größte Überraschung des Tages.

Godallier verpasst das Halbfinale in Rijswijk

Léa Godallier galt mit ihrer spanischen Partnerin Ariadna Cañellas Rodero als Topfavoritinnen des Damenfeldes und traten als erste Setzung an. Im Viertelfinale gegen die Belgierinnen Justine Pysson und Hélène Boeykens starteten sie mit einem klaren 6:2 in den ersten Satz, verloren dann aber die Kontrolle über die Ballwechsel und mussten sich mit 6:2, 3:6, 2:6 geschlagen geben. Für eine Paarung, die den Titel ernsthaft anstreben wollte, endet der Turnierweg damit deutlich früher als erwartet.

Pysson und Boeykens nutzten ihre Momentum-Phase konsequent: Sie erhöhten den Druck am Netz, variierten die Lobs und zwangen Godallier sowie Cañellas Rodero zu Fehlern in den entscheidenden Momenten. Sportlich markiert die Niederlage einen deutlichen Bruch in der Formkurve der Topgesetzten, während die Belgierinnen als echte Turnier-Story in die Halbfinals einziehen.

Sireix und De Vocht nutzen die neue Chance

Die positive Gegenbewegung kam von Camille Sireix und der Belgierin Tess De Vocht. Als vierte Setzung dominierten sie ihr Viertelfinale gegen Lena Plümer und Katharina Hering mit 6:4, 6:4 und zeigten dabei die Mischung aus Ruhe an der Grundlinie und Aggressivität am Netz, die für erfolgreiche FIP-Bronze-Wochenenden typisch ist.

Im Halbfinale treffen Sireix und De Vocht nun exakt auf Pysson und Boeykens – also auf die Paarung, die zuvor die Favoritinnen aus dem Turnier warf. Damit steht ein hochklassiges Duell zwischen zwei formstarken Doppelteams an, bei dem die Französin erneut die Chance hat, den Titelkampf zu prägen.

Herren in Rijswijk: Halbfinale mit garantiertem Franzosen in der Finalrunde

Im Herrentableau der Niederlande ist mindestens ein Franzose im Finale fix. Bastien Blanqué und Yoan Boronad setzten sich in einem dramatischen Dreisatz-Krimi gegen Javier Rico und Mohamed Alami mit 7:6, 6:7, 6:2 durch und zeigten vor allem im Entscheidungssatz mentale Stärke. Parallel bestätigten Dylan Guichard und der Italiener Marco Cassetta als zweite Setzung ihre Rolle mit 6:3, 6:4 gegen Tomas Dos Santos und Yannick Verwater.

Weil sich beide französischen Paarungen im Halbfinale gegenüberstehen, ist ein rein französisches Herren-Endspiel in Rijswijk nicht möglich – gleichzeitig aber auch kein Finale ohne Tricolore-Beteiligung. Für das nationale Padel bedeutet das eine starke Präsenz auf der internationalen Bronze-Stufe und eine Woche, in der die Konkurrenz untereinander um den Titel kämpft.

Seurin und Luque bleiben auf Kurs

Julien Seurin setzte seinen beeindruckenden Lauf fort. Mit dem Portugiesen Antonio Luque bezwangen sie Kai Groen und Mats Groen im Viertelfinale souverän mit 7:5, 6:0. Die franco-portugiesische Kombination wirkte von Beginn an strukturierter im Aufschlagspiel und nutzte frühe Breaks, um den Gegnern kaum Luft zum Comeback zu lassen.

Im Halbfinale warten José Rico und Juan Cruz Forastello – eine der stabilsten verbleibenden Paarungen im Draw. Für Seurin geht es darum, neben den anderen Franzosen im Herrenfeld eine zweite Finaloption offenzuhalten und den Titelkampf eventuell sogar intern aufzulösen, falls Guichard oder Blanqué das andere Halbfinale gewinnen.

Hugounenq glänzt beim FIP Bronze Pembroke

Auf Malta wird Arthur Hugounenq zum einzigen Franzosen im Herren-Halbfinal. Mit José Manuel Ortiz schlugen sie im Viertelfinale die fünfte Setzung Octavio Alvarez und Vinny Nahuel Di Francesco in drei Sätzen mit 6:4, 4:6, 6:4. Besonders der letzte Satz unterstrich die Turnierreife des Duos: Nach dem Rückstand im zweiten Durchgang hielten sie Nerven und setzten im Entscheidungssatz gezielte Angriffe an der Bande.

Im Halbfinale wartet mit José Solano und Ramiro Pereyra die Topsetzung des Turniers. Hugounenq hat damit die Chance, mit einer weiteren Überraschung seine beste FIP-Bronze-Woche der Saison zu krönen – auch wenn die Aufgabe gegen die favorisierten Spanier enorm bleibt.

Soubrié und Ligi verpassen knapp das Halbfinale in Malta

Bei den Damen in Pembroke lieferten Charlotte Soubrié und Fiona Ligi den mitreißendsten Fight des Tages gegen Julia Polo Bautista und Marina Lobo. Gegen die erste Setzung führten sie nach dem ersten Satz mit 6:1, kassierten im zweiten Durchgang ein 2:6 und verloren den Entscheidungssatz mit 6:4. Lange wirkte ein Halbfinaleinzug greifbar, doch die Erfahrung der Topfavoritinnen machte in den letzten Ballwechseln den Unterschied.

Trotz der Niederlage bestätigen Soubrié und Ligi, dass sie auf internationalem Niveau mit den besten Paarungen mithalten können. Für den französischen Frauensport bleibt es damit ein gemischter Samstag: starke Signale, aber nur ein Halbfinalticket bei den Herren auf Malta.

Ausblick auf den Sonntag

Mit Camille Sireix, Bastien Blanqué, Yoan Boronad, Dylan Guichard, Julien Seurin und Arthur Hugounenq bleiben sechs Franzosen in den Halbfinals beider Events. Der Sonntag kann mehrere tricolore Duelle liefern und entscheidet, ob neben der garantierten Herren-Präsenz in Rijswijk auch auf Malta noch ein Titel in französische Hände fällt. Für Fans des FIP-Bronze-Circuits steht damit ein Wochenende mit hoher Dichte an Spitzenspielen bevor.

Karin Ishikawa (KI)

KI-gestützte Aufbereitung von Training, Technik und Taktik für Padel. Das Modell wurde gezielt auf Übungsbeschreibungen, Coach-Analysen, Bewegungsmuster und strategische Spielsituationen trainiert; es hat sehr viele Inhalte zu Aufschlag, Return, Bandeja/Vibora, Positionsspiel und Kommunikation im Doppel verarbeitet. Die Redaktion übersetzt Coaching-Inhalte in klare Schritte, benennt typische Fehlerbilder und liefert praxisnahe Erklärungen für verschiedene Spielstärken.

Ort des Geschehens

Land Niederlande
Stadt Rijswijk