FIP Silver HOP London: Spanische Siege in Whetstone
Am vergangenen Wochenende verwandelte sich The Padel Hub in Whetstone im Norden Londons in die Bühne des FIP Silver HOP London Padel Open. Veranstalter und Partner feierten das Turnier als das „größte und wettbewerbsstärkste internationale Padel-Event“, das je in Großbritannien ausgetragen wurde. Mehr als 20 Spielerinnen und Spieler aus der weltweiten Top 50 trafen dort auf die stärksten Vertreterinnen und Vertreter der britischen Szene – bei sommerlicher Hitze in der Halle und vor Publikum, das den sportlichen Reifegrad des UK-Marktes eindrucksvoll widerspiegelte.
Internationales Feld in Nord-London
Die Dichte an Ranking-Punkten und Erfahrung machte den HOP London Open zu einem Referenztermin auf der FIP-Silber-Stufe. Für britische Fans bot sich die seltene Gelegenheit, Weltklasse-Doppel live zu verfolgen, ohne ins Ausland reisen zu müssen. Die Unterstützung durch LTA und FIP unterstrich den Anspruch, London dauerhaft auf den internationalen Padel-Kalender zu setzen – mit Blick auf noch größere Formate wie das London P1 im August.
Organisatorisch positionierte sich Home Of Padel das Event als „defining milestone“: nicht nur wegen der Teilnehmerzahl, sondern wegen der Qualität der Matches über das gesamte Wochenende. In einer noch jungen Infrastrukturlandschaft signalisiert ein Turnier dieser Größenordnung Investoren, Kommunen und Nachwuchsspielerinnen gleichermaßen, dass Padel im Vereinigten Königreich ernsthafte Wettkampfstrukturen entwickelt.
Frauen: Top-Seeds setzen sich durch
Im Damenfeld dominierten die gesetzten Favoritinnen. Lorena Rufo Ortiz und Jessica Castelló López aus Spanien, beide in den weltweiten Top 25, sicherten sich den Titel. Im Finale trafen sie auf Amanda Lopez Moral und Carla Touly – ein spanisch-italienisches Duo als Viertgesetzte. Die Siegerinnen gewannen souverän mit 6:1, 6:4 und ließen damit wenig Zweifel an ihrer Form.
Nach dem Match betonten Rufo Ortiz und Castelló López die gemeinsame Arbeit: „Wir sind stolz, in London zu gewinnen. Wir investieren viel Arbeit auf und neben dem Court, um solche Ergebnisse zu erreichen – und es ist großartig, den Titel hier beim HOP London Open zu holen.“ Für die FIP-Tour ist ein klarer Sieg der Top-Seeds ein Qualitätsmerkmal; für London ein Aushängeschild, dass die Damen-Elite bereit ist, in die britische Hauptstadt zu reisen.
Britische Spur im Damenfeld
Britisches Interesse konzentrierte sich auf Catherine Rose, die als Nummer zwei der GB-Rangliste mit ihrer portugiesischen Partnerin Constanca Gorito ins Viertelfinale einzog. Dort endete der Lauf gegen die späteren Championinnen – dennoch ein respektables Ergebnis, das zeigt, wie nah die heimische Spitze international mitmischen kann, wenn Gesundheit und Paarung stimmen.
Die Abwesenheit von Aimee Gibson, der britischen Nummer eins und Turnier-Gesicht im Vorfeld, trübte die Stimmung leicht. Nach einem schweren Wadenriss war sie noch nicht fit genug für ihr Comeback. Sie peilt eine Rückkehr für den 12. Juni an – ein Termin, den die britische Szene mit Spannung verfolgen wird.
Herren: Spanisches Finale in Whetstone
Auch bei den Herren gingen die Trophäen nach Spanien. Die zweitgesetzten Alejandro Arroyo und Javier Martínez besiegten im Finale Pol Hernandez Alvarez und Guillermo Collado Losada, das als Dritte ins Endspiel gekommen war, mit 6:4, 6:3. Arroyo steht auf Platz 21 der FIP-Weltrangliste; gemeinsam mit Martínez präsentierten die beiden ein temporeiches, taktisch reifes Doppel.
Die Sieger werteten das Turnier als ideale Generalprobe: „Das war sehr gute Vorbereitung auf das London P1 im August. Spieler freuen sich immer, neue Städte für Premier-Padel-Events zu besuchen – und London ist ein großartiger Meilenstein, an den alle mit viel Energie herankommen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.“ Die Aussage verbindet den Silver-Erfolg mit der größeren Premier-Padel-Perspektive in derselben Metropole.
- FIP Silver HOP London Open in The Padel Hub, Whetstone.
- Über 20 Spielerinnen und Spieler aus der weltweiten Top 50 am Start.
- Damen-Titel: Rufo Ortiz / Castelló López (6:1, 6:4).
- Herren-Titel: Arroyo / Martínez (6:4, 6:3).
- Rose / Gorito erreichen das Damen-Viertelfinale.
Organisatoren und Bedeutung für UK-Padel
John Leach und Javi Serrats von Home Of Padel zogen eine klare Bilanz: „Der Erfolg des HOP London Padel Open 2026 ist ein definierender Meilenstein für unsere Organisation und für das Wachstum des internationalen Padels im Vereinigten Königreich – mit vielen britischen Spielern, die gegen die Besten der Besten antreten.“ Mit LTA und FIP als Partnern sei geliefert worden, was das Land bislang sportlich noch nicht gesehen habe.
Die Kombination aus Elitefeld, Medienpräsenz und Nachwuchsinspiration war ausdrückliches Ziel. Leach und Serrats betonten, eine Weltklasse-Plattform geschaffen zu haben, die Talent fördert, Grassroots stärkt und London international verankert. Für Clubs, Sponsoren und Zuschauerinnen bedeutet das: Padel in Großbritannien ist nicht länger nur Boom-Narrativ, sondern messbarer Wettkampf auf höchstem Niveau.
| Bereich | Ergebnis |
|---|---|
| Damen | Rufo Ortiz / Castelló López besiegen Lopez Moral / Touly |
| Herren | Arroyo / Martínez besiegen Hernandez Alvarez / Collado Losada |
| Britannien | Rose / Gorito Viertelfinale; Gibson verletzt abwesend |
Kalender, Medien und Ausblick
Die Verknüpfung mit dem London P1 im August gibt dem Silver-Event strategische Tiefe. Spielerinnen und Spieler nutzen solche Stationen, um sich auf Hallenbedingungen und Publikumsdruck einzustellen; für London entsteht ein Frühjahr-Sommer-Bogen als wiederkehrender Host im europäischen Wettbewerb.
Für die britische Entwicklung bleibt die Balance entscheidend: internationale Stars anziehen, ohne heimische Talente zu überstrahlen. Genau hier setzt das Konzept des HOP Open an – britische Paare im direkten Vergleich mit der Weltspitze. Wenn Catherine Rose und künftig wieder Aimee Gibson aus solchen Events Rückenwind ziehen, wächst die Glaubwürdigkeit des gesamten Systems. Das Wochenende in Whetstone lieferte dafür ein überzeugendes Bild: spanische Titel, britische Viertelfinals, volle Halle und ein Organisatorenteam, das den nächsten internationalen Schritt bereits im Blick hat.