Franzosen im FIP-Tour-Viertelfinale
Drei Franzosen stehen am Samstag im Viertelfinale des FIP Tours. Dylan Guichard beim FIP Silver Porto sowie Bastien Blanqué und Arthur Hugounenq beim FIP Bronze Rovato haben ihre Qualifikation in zwei sehr unterschiedlichen Partien gesichert und halten damit die französische Flagge auf der internationalen Padeltour hoch.
FIP Silver Porto: Guichard und Geens bleiben souverän
Beim FIP Silver in Porto bestätigte das Duo Dylan Guichard und Clément Geens seine starke Form. Die an Position drei gesetzte Paarung hatte bereits zum Auftakt mit einem klaren 6:0 und 6:0 ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Achtelfinale folgte gegen die Spanier Lucas Mañero und Samuel Rivas eine weitere kontrollierte Vorstellung: Mit 6:2 und 6:3 zogen Guichard und Geens sicher in die nächste Runde ein.
Der Sieg wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, war aber taktisch sauber aufgebaut. Guichard und Geens ließen den Gegnern kaum Raum für längere Ballwechsel und nutzten ihre Erfahrung auf dem FIP Tour Niveau, um Fehlerquellen früh zu schließen. Besonders im zweiten Satz zeigten die Franzosen und der belgische Partner Geens, dass sie unter Druck ruhig bleiben und Breakchancen konsequent verwerten können.
Im Viertelfinale wartet nun eine anspruchsvollere Aufgabe. Die an Position acht gesetzten Victor Tur und Agustin Reca hatten zuvor Enzo Couacaud und Roger Aromi mit 6:2 und 6:2 aus dem Turnier genommen. Damit steht dem franco-belgischen Duo ein Gegner gegenüber, der ebenfalls mit klaren Ergebnissen auftritt und Selbstvertrauen aus dem Achtelfinale mitbringt. Eine Halbfinalteilnahme in Porto wäre für Guichard und Geens ein deutliches Signal ihrer aktuellen Wettbewerbsstärke.
Was das Viertelfinale in Porto verlangt
Tur und Reca gelten als unangenehme Kontrahenten, die schnell Punkte erzwingen und wenig Geschenke machen. Für Guichard und Geens bedeutet das: Serve-Qualität halten, die Netzpositionen früh besetzen und die Spanier nicht in einen Rhythmus kommen lassen. Porto bleibt damit ein wichtiger Prüfstein auf dem Weg durch die Silver-Serie des FIP Tours.
FIP Bronze Rovato: Blanqué und Hugounenq siegen mit Charakter
Parallel zum Geschehen in Portugal lief beim FIP Bronze in Rovato ein anderes Drehbuch. Bastien Blanqué und Arthur Hugounenq, als achte Setzliste unterwegs, mussten gegen die Italiener Matteo Quatrana und Matteo Greco deutlich härter kämpfen als das Duo in Porto. Nach einem überzeugenden ersten Satz mit 6:1 schien die Partie klar zu laufen. Doch die Gastgeber fanden zurück und gewannen den zweiten Durchgang mit 6:4.
Im Entscheidungssatz zeigte sich der mentale Vorsprung der Franzosen. Blanqué und Hugounenq blieben trotz des Rückschlags organisiert, verwerteten entscheidende Chancen und setzten sich am Ende mit 6:1, 4:6 und 6:4 durch. Die Leistung unterstreicht, warum Dreisatzmatches auf der FIP Tour oft über Form und Nervenstärke entscheiden. Eine knappe, aber verdiente Qualifikation für das Viertelfinale.
Der nächste Gegner in Rovato ist allerdings deutlich höher eingeschätzt. Mit Jaume Romera Barcelo und Adrian Naranjo Martinez treffen die Franzosen auf die an Position zwei gesetzten Spanier. Das Duell gilt als echter Härtetest für das tricolore Paar. Wer hier bestehen will, braucht Präzision am Netz, klare Kommunikation und die Fähigkeit, auch in schwierigen Spielphasen die Linie zu halten.
Zwei Schauplätze, ein gemeinsames Ziel
Auffällig ist die Bandbreite der französischen Auftritte an diesem Wochenende. In Porto dominiert Guichard gemeinsam mit Geens mit klaren Sätzen und wenig Risiko. In Rovato dagegen kämpfen Blanqué und Hugounenq sich durch ein enges Match und beweisen, dass auch schwierige Partien mit Charakter und Konsequenz gewonnen werden können. Beide Wege führen ins Viertelfinale und stärken den Eindruck einer breiten französischen Präsenz auf dem FIP Tour.
Für den französischen Padel-Sport sind solche Ergebnisse mehr als Einzelmeldungen. Sie zeigen, dass Spielerinnen und Spieler aus dem Land regelmäßig auf internationalen Silver- und Bronze-Events mithalten und in entscheidenden Runden präsent bleiben. Gerade auf dem FIP Tour, wo Turniere in schneller Folge gespielt werden, zählen Kontinuität und die Fähigkeit, unterschiedliche Matchsituationen zu meistern.
- Guichard und Geens: klare Siege in Porto und Viertelfinale gegen Tur und Reca
- Blanqué und Hugounenq: Dreisatzerfolg in Rovato und Viertelfinale gegen die Nummer zwei
- Gemeinsames Bild: drei Franzosen im Viertelfinale an zwei FIP-Standorten
Sportlich betrachtet stehen beide Paarungen vor unterschiedlichen Herausforderungen. In Porto geht es darum, die eigene Dominanz gegen ein formstarkes Achternpaar zu bestätigen. In Rovato müssen Blanqué und Hugounenq gegen eine Top-Setzliste beweisen, dass der Dreisatzerfolg kein Zufall war. Die Viertelfinals am Samstag werden deshalb nicht nur Ergebnisse liefern, sondern auch Hinweise darauf, wie belastbar die aktuelle Form der französischen Duos wirklich ist.
Der FIP Tour bleibt damit eine zentrale Bühne für Nachwuchs und etablierte Namen gleichermaßen. Porto und Rovato stehen stellvertretend für die internationale Breite der Serie: Portugal und Italien als Schauplätze, spanische Gegner als ständige Referenz und französische Spieler, die sich mit klaren Siegen oder engen Dreisätzern in die entscheidenden Runden spielen. Für Guichard, Blanqué und Hugounenq zählt am Samstag vor allem eines: den nächsten Schritt zu gehen und die Chance auf das Halbfinale zu nutzen.
Wer die Entwicklung des französischen Padels verfolgt, sollte diese Viertelfinals im Blick behalten. Guichard und Geens treten in Porto mit dem Selbstvertrauen zweier klarer Siege an. Blanqué und Hugounenq bringen aus Rovato den Beweis mit, dass sie auch unter Druck gewinnen können. Zwei Turniere, zwei Spielstile, ein gemeinsames Ziel: weiterkommen auf dem FIP Tour und die nächste Runde für Frankreich sichern.