FIP Tour: Drei Französinnen im Viertelfinale
Der Samstag auf dem FIP Tour brachte für die französischen Padelspielerinnen und -spieler ein gemischtes Bild. Während Carla Touly, Camille Sireix und Léa Godallier den Sprung ins Viertelfinale schafften, endete für die Mehrzahl der Tricolores die Reise bereits im Achtelfinale. Vier Turniere an vier Schauplätzen in Europa standen im Fokus: der FIP Bronze San Juan Alicante in Spanien, der FIP Bronze in Lelystad in den Niederlanden, der FIP Silver in Porto in Portugal sowie der FIP Bronze in Rovato in Italien.
Carla Touly hält in Alicante den Kurs
Beim FIP Bronze San Juan Alicante trat Carla Touly gemeinsam mit ihrer Partnerin Xenia Clasca als Setzliste Nummer zwei an. Gegen Susana Martin Marin und Mar Munera Vila war ein langer Weg nötig. Nach einem gewonnenen Tie-Break im ersten Satz folgte ein deutlicher Verlust des zweiten Durchgangs, bevor das Duo im Entscheidungssatz mit 6:3 die Kontrolle zurückholte. Endstand: 7:6, 1:6 und 6:3. Die Partie zeigte, dass auch gesetzte Paarungen auf dem FIP Tour unter Druck geraten können, wenn Gegnerinnen über mehrere Sätze hinweg intensiv mitspielen.
Im Viertelfinale warten Natalia Molinilla Paniagua und Sara Foguer Lapuente. Für Touly und Clasca geht es damit um den Einzug ins Halbfinale und um die Bestätigung der Setzlistenposition. Der franco-spanische Block bleibt damit eines der Favoritenpaare im Dameneinzel-Feld von Alicante.
Weniger glücklich verlief der Tag für Julien Seurin und Albert Trillas. Die als Setzliste fünf gesetzte Paarung unterlag Pedro Alonso und Asier Martinez Lopez mit 7:5 und 7:5. Beide Sätze waren eng, doch die entscheidenden Punkte gingen an die Gegenseite. Damit endete der französische Herrenlauf in Alicante vor dem Viertelfinale.
Camille Sireix setzt in Lelystad durch
Am FIP Bronze in Lelystad startete Camille Sireix an der Seite der Niederländerin Tess De Vocht überzeugend. Gegen Judith Van Kessel und Joyce Nouws setzte sich das Duo mit 6:2 und 7:5 durch. Der zweite Satz blieb länger umkämpft, doch Sireix und De Vocht hielten die Führung und sicherten den Viertelfinaleinzug. Als nächste Gegnerinnen stehen Helena Wyckaert und Louisa Norton an.
Bei den Herren in Lelystad blieb der Erfolg aus. Jules Marie und Maxime Deloyer fanden gegen die Setzliste zwei, Prins und De Kroon, kein Mittel. Mit 6:3 und 6:0 war die Partie klar entschieden. Der Kontrast zur Frauenpartie unterstreicht, wie unterschiedlich die französische Bilanz an einem einzigen Turniertag ausfallen kann.
In Porto bleibt nur Godallier im Rennen
Beim FIP Silver Porto war der Tag für die französischen Teams besonders anspruchsvoll. Thomas Seux und Louis Jover schieden gegen die Setzliste fünf Ramiro Pereyra und Juan Zamora mit 6:2 und 6:1 aus. Die klare Niederlage ließ wenig Spielraum für eine Wende.
Im Damendoppel dagegen überzeugten Léa Godallier und Daiara Valenzuela. Gegen Sandra Gamez und Maria Martinez gewannen sie mit 6:1 und 6:0 und zogen souverän ins Viertelfinale ein. Dort treffen sie auf die Setzliste sechs Alba Perez Moma und Alba Gallardo Salvado. Godallier bleibt damit die einzige Französin in Porto, die das Achtelfinale überstanden hat.
Louise Bahurel und Ivet Val Lopez verloren gegen die Setzliste zwei Noemi Aguilar und Letizia Manquillo mit 6:3 und 7:5. Steffi Merah und Mafalda Fernandes unterlagen Ana Nogueira und Camila Fassio mit 6:1 und 6:2. Beide Partien beendeten weitere französische Hoffnungen frühzeitig.
Rovato: schwere Niederlagen und offene Partien
Auch beim FIP Bronze Rovato blieb der Samstag für die französischen Paare schwierig. Benjamin Dufour und Natan Étienne, die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gearbeitet hatten, scheiterten an der Setzliste eins Antonio Fernandez und Pedro Melendez Amaya mit 6:2 und 6:3.
Manuel Vives und Olivier Guy de Chamisso lieferten einen langen Kampf gegen Emiliano Martin Iriart und Mauro Agustin Salandro. Nach 6:1, 5:7 und 7:6 im Tie-Break des dritten Satzes war die Begegnung verloren. Kimy Barla und Oriana Meza schieden bereits zum Auftakt gegen Chiara Di Pasquale und Erika Di Muzio mit 6:4 und 6:3 aus.
Noch nicht entschieden waren die Achtelfinals von Bastien Blanqué und Arthur Hugounenq sowie von Dylan Guichard und Clément Geens. Beide Begegnungen liefen zum Berichtszeitpunkt noch und könnten die französische Bilanz in Rovato noch beeinflussen.
Drei Französinnen im Viertelfinale
Unterm Strich bleiben drei Französinnen im Rennen um die nächsten Runden: Carla Touly in Alicante, Camille Sireix in Lelystad und Léa Godallier in Porto. Die Herrenpaare kamen an diesem Samstag dagegen kaum über das Achtelfinale hinaus. Der FIP Tour-Tag zeigte damit die typische Tour-Realität: enge Sätze, klare Favoritensiege und einzelne Paare, die den Sprung in die Runde der letzten Acht schaffen.
Für die kommenden Viertelfinals stehen unterschiedliche Aufgaben an. Touly und Clasca müssen in Alicante gegen ein spanisches Duo bestehen. Sireix und De Vocht treffen in den Niederlanden auf Wyckaert und Norton. Godallier und Valenzuela erwarten in Porto die gesetzte Paarung Perez Moma und Gallardo Salvado. Parallel bleibt abzuwarten, wie die noch laufenden Herrenmatches in Rovato ausgehen.
Sportlich bleibt der Fokus auf Matchkontrolle, Returnqualität und Stabilität in langen Ballwechseln. Gerade die Dreisatzerfolge und knappen Zweisatz-Niederlagen zeigen, wie klein die Unterschiede auf FIP-Bronze- und FIP-Silver-Niveau sein können. Wer im Viertelfinale die ersten Breakchancen nutzt und im Tie-Break ruhig bleibt, verschafft sich den nächsten Vorteil auf dem Weg Richtung Halbfinale.