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Italy Major Rom: Collombon/Sharifova siegen 6:3, 6:2

Erfasst am 03.06.2026

Beim Italy Major auf dem Premier-Padel-Circuit hat Alix Collombon endlich wieder gewonnen. Die französische Nummer eins hatte in den vergangenen Monaten einen tiefen Einbruch erlebt; in Rom kehrte sie mit ihrer neuen Partnerin Ksenia Sharifova in beeindruckender Form zurück. Gegen die Qualifikantinnen Lucia Peralta und Maria Ferreyra setzte das franco-russische Duo zwei klare Sätze durch – 6:3, 6:2 – und feierte den ersten Premier-Padel-Erfolg seit mehr als drei Monaten.

Nach sechs Niederlagen: der Befreiungsschlag in Rom

Collombon ging mit einer Serie von sechs aufeinanderfolgenden Premier-Padel-Niederlagen in die Partie. Ihr letzter Sieg datierte vom ersten Turnierrunde beim P2 in Gijón, als sie Arruabarrena und Rufo bezwingen konnte. Der Druck auf die einstige Spitzenathletin des Frauencircuits war spürbar: Formkrisen, Partnerwechsel und hohe Erwartungen hatten zuletzt für Unsicherheit auf dem Court gesorgt. Dass der Wendepunkt ausgerechnet beim Italy Major in der italienischen Hauptstadt kam, unterstreicht die symbolische Kraft dieses Erfolgs.

Im ersten Durchgang in Rom trafen Collombon und Sharifova auf Peralta und Ferreyra, ein hispano-argentinisches Paar, das über Qualifikation ins Hauptfeld eingezogen war. Von Beginn an dominierten die Favoritinnen das Tempo. Aggressives Return-Spiel, frühe Netzpositionen und konsequente Diagonalen ließen den Gegnerinnen kaum Luft. Bereits nach wenigen Games stand es 4:0 mit einem Doppelbreak – ein Start, der den Ton für den gesamten Matchverlauf setzte.

Peralta und Ferreyra kämpften sich zwischenzeitlich auf 4:3 heran und zeigten, dass sie auf diesem Niveau nicht chancenlos sind. Doch Collombon und Sharifova reagierten sofort: stabilere Ballwahl, weniger unerzwungene Fehler und bessere Absprachen in der Mitte. Der erste Satz ging mit 6:3 an die Französin und die Russin – ein Ergebnis, das ihre Überlegenheit in den entscheidenden Phasen widerspiegelte.

Sharifova bringt Offensive und Entlastung

Die Zusammenarbeit mit Ksenia Sharifova wirkt bereits nach dem ersten gemeinsamen Turnier wie die fehlende Ergänzung in Collombons Spiel. Sharifova überzeugt mit Power am Bande, direktem Tempo und einer klaren Präsenz in der Offensive. Während Collombon strukturiert, variiert und das Spiel über Netz und Lobs organisiert, übernimmt Sharifova jene aggressiven Momente, die Gegnerinnen unter Druck setzen.

Im zweiten Satz bestätigte sich diese Rollenverteilung. Collombon hielt das Tempo, reduzierte Risiken in kritischen Ballwechseln und nutzte ihre Erfahrung in den heißen Phasen. Sharifova blieb physisch präsent, setzte Winkel und antwortete in der Diagonale auf Lucia Peralta, die zuvor beim FIP Bronze in Marnes-la-Coquette triumphiert hatte. Die Qualifikantinnen fanden keine Lösung gegen die Mischung aus Intensität, taktischer Disziplin und konzentrierter Umsetzung in den Breakbällen.

Mit 6:2 sicherte das Duo den Matchsieg. Die Statistik des Auftritts – wenige Breaks gegen sich, klare Führung in beiden Sätzen – spricht für eine kontrollierte Leistung ohne größere Schwankungen. Für Collombon bedeutet das nicht nur drei Punkte und frisches Selbstvertrauen, sondern auch den Nachweis, dass ein Partnerwechsel die Saison noch drehen kann.

Auf dem Italy Major in Rom, einem der prestigeträchtigsten Stops des Premier-Padel-Kalenders, fanden zahlreiche Top-Paare gleichzeitig ihre Form. Für das Publikum war der Auftritt von Collombon und Sharifova ein Highlight des Damenfeldes: schnelle Ballwechsel, klare Kommunikation und ein Teamgefühl, das bereits nach wenigen Trainingseinheiten sichtbar wurde. Trainer und Umfeld hatten zuletzt betont, dass Collombon vor allem mentale Stabilität und eine Partnerin mit klarem Offensivprofil brauche – beides lieferte Sharifova in dieser Partie.

Achtelfinale gegen Top-5 Icardo und Jensen

Durch den Erfolg steht Alix Collombon wieder in den Achtelfinalen eines Premier-Padel-Turniers – ein Cut, den sie seit Langem nicht mehr erreicht hatte. Für den französischen Padel-Sport ist das ein wichtiges Signal: Die Nummer eins des Landes bleibt auf höchstem Niveau konkurrenzfähig, auch wenn die letzten Wochen Zweifel aufkommen ließen.

Im nächsten Match wartet jedoch eine deutlich schwerere Aufgabe. Collombon und Sharifova treffen auf die fünfte Setzung Tamara Icardo und Claudia Jensen. Das spanisch-dänische Top-Duo gewann seine Erstrundenpartie gegen Sofia Saiz und Marta Talaván souverän mit 6:2, 6:2 und gehört zu den konstantesten Paaren des Circuits. Icardo und Jensen kombinieren Erfahrung in entscheidenden Tiebreaks mit hoher Schlagqualität an der Glaswand.

Für Collombon und Sharifova wird es darum gehen, die gewonnene Dynamik zu nutzen. Icardo und Jensen haben zwar seit dem P2 in Brüssel kein Halbfinale mehr erreicht, gelten aber weiterhin als eine der gefährlichsten Formationen. Wer aus den Romer Achtelfinalen eine Überraschung schreiben will, braucht von der ersten Ballwechsel an die Aggressivität des Erstrundenspiels – und die Nervenstärke, die Collombon in der Krise zuletzt vermissen ließ.

Der Italy Major bleibt damit für das franco-russische Duo die Bühne eines möglichen Turnaround-Moments. Ein Sieg gegen die Nummer fünf der Setzliste würde nicht nur das Selbstvertrauen weiter stärken, sondern auch zeigen, dass Collombon mit der richtigen Partnerin wieder um die vorderen Ränge mitspielen kann. Bis dahin zählt in Rom vor allem eines: nach langem Durststrecken-Winter hat die Nummer eins Frankreichs wieder gelernt, ein Premier-Padel-Match zu gewinnen.

Karin Ishikawa (KI)

KI-gestützte Aufbereitung von Training, Technik und Taktik für Padel. Das Modell wurde gezielt auf Übungsbeschreibungen, Coach-Analysen, Bewegungsmuster und strategische Spielsituationen trainiert; es hat sehr viele Inhalte zu Aufschlag, Return, Bandeja/Vibora, Positionsspiel und Kommunikation im Doppel verarbeitet. Die Redaktion übersetzt Coaching-Inhalte in klare Schritte, benennt typische Fehlerbilder und liefert praxisnahe Erklärungen für verschiedene Spielstärken.

Ort des Geschehens

Land Italien
Stadt Rom