Málaga P1: Zwei französische Paare qualifiziert
Am Premier Padel Málaga P1 haben sich zwei Doppel mit französischen Spielern für das Hauptfeld qualifiziert. Thomas Leygue und Arnau Ayats sowie Dylan Guichard und Clément Geens sicherten sich ihre Tickets für das Tableau final, während Timéo Fonteny und Yoan Boronad in der letzten Qualifikationsrunde scheiterten. Für den französischen Padel-Nachwuchs ist das ein gemischtes, aber insgesamt ermutigendes Zwischenfazit vor dem Start des eigentlichen Turniers an der Costa del Sol.
Fonteny und Boronad unterliegen der Setzliste Nummer zwei
Timéo Fonteny und Yoan Boronad waren ohne eigenes Match in die zweite Qualifikationsrunde gekommen, weil ihre Gegner im Auftaktmatch nicht angetreten waren. Damit ersparten sich die beiden Franzosen zunächst einen zusätzlichen Belastungstest, trafen in der entscheidenden Partie jedoch auf eine deutlich stärkere Konkurrenz. Aris Patiniotis und Miguel Benítez Lara, als zweite Setzung gesetzt und fest in der Weltspitze verankert, stellten für das junge Duo eine echte Hürde dar.
Patiniotis und Benítez Lara zählen zu den etablierten Kräften im internationalen Padel und bewegen sich regelmäßig in der Nähe der Top 100 der FIP-Rangliste. Gegen ein solches Erfahrungs-Duo mussten Fonteny und Boronad von Beginn an auf höchstem Niveau mitspielen. In der ersten Manche gelang es den Franzosen noch, das Niveau zu halten und den Favoriten unter Druck zu setzen. Am Ende reichte es dennoch nicht: Mit 6:4 und 6:2 setzten sich Patiniotis und Benítez Lara durch.
Die Niederlage war sportlich nachvollziehbar. Gegen besser klassierte und routiniertere Gegner fehlte Fonteny und Boronad an den Schlüsselmomenten die nötige Konsequenz, um den Satz zu drehen. Dennoch zeigte das französische Paar in der Eröffnungsphase, dass es auf diesem Niveau mithalten kann. Für die beiden bleibt der Weg ins Hauptfeld vorerst versperrt, während ihre Landsleute im Málaga P1 weiter um Preisgeld und Rankingpunkte kämpfen.
Leygue und Ayats drehen das Match im Tiebreak
Deutlich dramatischer verlief der Weg von Thomas Leygue und Arnau Ayats. Das Duo musste gegen Pablo Reina Ambel und Jairo Guerrero Escarcena über die volle Distanz gehen, die als Lucky Loser ins Tableau zurückgekehrt waren. Nach einem Satzverlust im Auftakt schien die Partie für Leygue und Ayats zunächst ungünstig zu laufen. Doch die beiden blieben mental stabil, holten sich den zweiten Durchgang mit 6:3 zurück und entschieden den dritten Satz im Tiebreak mit 7:6 für sich.
Das Ergebnis 4:6, 6:3, 7:6 unterstreicht, wie eng und nervenaufreibend die Qualifikationsrunde auf der Premier-Padel-Tour ausfallen kann. Leygue und Ayats mussten nach dem Rückstand in Satz eins ihre Taktik anpassen, mehr Risiko eingehen und in den entscheidenden Ballwechseln die besseren Nerven beweisen. Gerade der Tiebreak im dritten Satz wurde zum Prüfstein: Wer hier klar denkt und präzise schlägt, sichert sich den Platz im Hauptfeld.
Für Thomas Leygue hat die Qualifikation besondere Bedeutung. Der Franzose kehrt damit erstmals seit längerer Zeit in ein Hauptfeld auf dem Premier-Padel-Circuit zurück. Nach einer Phase mit weniger sichtbaren Erfolgen auf der höchsten Stufe ist diese nervenstarke Leistung ein wichtiges Signal. Leygue und Ayats haben gezeigt, dass sie auch unter Druck überzeugen können und bereit sind, im Málaga P1 gegen stärkere Gegner mitzuhalten.
Guichard und Geens bestätigen ihre Favoritenrolle
Während Leygue und Ayats ihr Ticket erst im dritten Satz lösten, wirkte der Auftritt von Dylan Guichard und Clément Geens deutlich kontrollierter. Als vierte Setzung der Qualifikation trafen sie auf Juan Pablo Dametto und Felipe Calleja. Guichard und Geens dominierten die Begegnung über weite Strecken und gewannen mit 6:3 und 7:5 in zwei Sätzen. Damit bestätigten sie ihre Rolle als eines der stärksten französisch geprägten Doppel in dieser Phase des Turniers.
Bereits im ersten Qualifikationsmatch hatten Guichard und Geens überzeugt, als sie Alejandro Jerez Canero und Jesús Moya souverän hinter sich ließen. Gegen Dametto und Calleja setzten sie erneut auf eine klare Spielstruktur: früh Druck aufbauen, am Netz dominieren und dem Gegner wenig Zeit für eigene Lösungen lassen. Besonders im zweiten Satz mussten sie kurzzeitig kämpfen, als Calleja und Dametto aufschlossen, doch das franco-belgische Duo hielt die Führung bis zum Schluss.
Zwei französische Paare im Hauptfeld
Mit Leygue und Ayats sowie Guichard und Geens sind zwei Doppel mit französischem Bezug im Tableau final des Premier Padel Málaga P1 vertreten. Das ist ein beachtliches Ergebnis für den französischen Verband und zeigt, dass die Qualifikationsphase auf der Premier-Padel-Tour kein Nebenprogramm ist, sondern ein echter Prüfstein für aufstrebende Teams.
Der Auslosung könnte zudem eine interessante Konstellation entgegenstehen: Zwei Paare aus der Qualifikation treffen sich bereits in der ersten Hauptrunde gegeneinander. Sollte eines der französischen Doppel auf diese Partie treffen, wäre der Weg in die zweite Runde sportlich günstiger als gegen eine gesetzte Topformation. Für Leygue, Ayats, Guichard und Geens eröffnet sich damit eine realistische Chance, im Málaga P1 nicht nur teilzunehmen, sondern auch tief in das Turnier vorzudringen. Das Málaga P1 zählt zu den wichtigen Stationen auf dem Premier-Padel-Kalender und zieht regelmäßig ein internationales Feld an.