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Leygue verliert FIP-Bronze-Finale in Castellón

Erfasst am 01.06.2026

Thomas Leygue verlässt das FIP Bronze Castellón ohne Titel, aber nicht ohne Gewinn. Zusammen mit Aris Patiniotis unterlag das franco-argentinische Duo in einem hochklassigen Finale den Spaniern Daniel Luna Peinado und Nacho Moragues Moltó, die als Setzliste 4 antraten und sich mit 7:6, 7:6 durchsetzten. Die Niederlage fiel auf zwei knappe Tie-breaks, doch der Turnierverlauf zeigt: Leygue hat vor den Qualifikationen zum Italy Major wieder Anschluss an Topform und Selbstvertrauen gefunden.

Castellón war für Leygue ein wichtiger Stopp auf dem FIP-Kalender. Nach einer Phase, in der Resultate und Routine fehlten, suchte der Franzose mit seinem ehemaligen Partner Patiniotis gezielt nach Rhythmus. Dass die beiden nach kurzer Vorbereitungszeit sofort wieder harmonierten, prägte die gesamte Woche und machte das Finale zu mehr als einem bloßen Endspiel um Punkte.

Zwei Tie-breaks entscheiden das Finale

Die Entscheidung fiel in den kleinsten Details. Im ersten Satz hielten Leygue und Patiniotis lange mit den favorisierten Spaniern mit, die seit Turnierbeginn souverän aufspielten. Beide Paare lieferten intensive Ballwechsel, wechselten Druckphasen und nutzten die Bande konsequent. Als sich der Satz zum Tie-break entwickelte, wirkten Luna Peinado und Moragues Moltó in den entscheidenden Punkten etwas konzentrierter und holten sich den Vorsprung.

Im zweiten Durchgang schien sich das Blatt zunächst zu wenden. Die Spanier starteten aggressiv, erarbeiteten früh ein Break und führten schon bei 5:2. Für viele Duelle wäre das der psychologische Bruch gewesen. Leygue und Patiniotis reagierten jedoch mit mehr Intensität, fanden bessere Lösungen in der Verteidigung und drehten das Momentum. Nach dem Rebreak glichen sie aus und zwangen ihre Gegner erneut in einen Tie-break.

Auch diesmal behielten Luna Peinado und Moragues Moltó die Nerven. Mit 7:5 im Entscheidungsdurchgang beendeten sie das Match in zwei Sätzen und verhinderten ein mögliches drittes Set. Für Leygue und Patiniotis bleibt die Erinnerung an ein Finale, das sie bis zum Schluss offen hielten, auch wenn die Spanier in den Schlüsselmomenten die klarere Antwort lieferten.

Eine Woche mit klarer Aufwärtskurve

Trotz des verpassten Titels strahlt der Gesamteindruck positiv. Leygue benötigte sichtbare Resultate, um mit gutem Gefühl nach Rom zu reisen, und genau das lieferte Castellón. Mit Patiniotis kehrten die automatischen Abläufe schnell zurück: klare Rollenverteilung, ruhige Kommunikation und eine steigende Treffsicherheit in den entscheidenden Phasen.

Der Weg ins Finale untermauert diese Entwicklung. In der ersten Runde setzte sich das Duo mit 6:4, 6:2 durch und signalisierte früh, dass es ernst macht. Im Viertelfinale folgte ein 6:2, 7:6 gegen ein unbequemes Gegnerpaar, bevor in der Halbfinal-Partie die Setzliste 3 Miguel Morales und Luis Oliver Artigas wartete. Leygue und Patiniotis gewannen dieses Duell nach einem wechselhaften Match mit 6:4, 2:6, 7:6 und bewiesen, dass sie auch gegen Top-Seeds im Feld bestehen können.

Nächster Halt: Italy Major in Rom

Die sportliche Rechnung geht für Leygue und Patiniotis unmittelbar weiter. Bereits am Tag nach dem Finale steht in Rom die Qualifikation zum Italy Major an. Als Setzliste 2 gehören sie zu den Favoriten im Qualifying und verfolgen ein klares Ziel: den Einzug ins Hauptfeld und wertvolle FIP-Punkte bei einem der prestigeträchtigsten Events der Saison.

Der enge Zeitplan ist typisch für die internationale Tour, verlangt aber von beiden Athleten eine schnelle Regeneration und mentale Umschaltung. Positiv ist, dass sie nicht nur Spiele absolvierten, sondern mehrere hochintensive Matches unter Druck gewannen. Genau diese Erfahrung kann in Rom den Unterschied machen, wenn es in den entscheidenden Ballwechseln wieder um wenige Punkte geht.

Luna Peinado und Moragues Moltó krönen starke Woche

Auf der anderen Seite des Netzes feierten Daniel Luna Peinado und Nacho Moragues Moltó einen verdienten Triumph. Die Spanier nutzten die frühe Ausscheidung der Top-Setzliste 1 und eröffneten sich damit Chancen auf den Titel. In der Halbfinal-Runde dominierten sie Miguel Ángel Solbes und Christian Fuster, bevor sie im Finale ihre Konstanz unter Beweis stellten.

Ihr Erfolgsrezept war eine Mischung aus Aggression in der Aufschlagphase, sicherer Netzarbeit und mentaler Stabilität in den Tie-breaks. Gegen Leygue und Patiniotis zeigten sie, dass sie auch nach einem zwischenzeitlichen Rückstand im zweiten Satz nicht aus dem Tritt geraten. Damit gehen sie mit einem Titel und viel Selbstvertrauen aus Castellón, während das franco-argentinische Duo trotz der Finalniederlage sportlich deutlich nach vorne gerückt ist.

Für das Publikum und die FIP-Wertung bleibt Castellón ein Turnier mit klarer Botschaft: Leygue ist wieder in der Lage, tiefe Turnierläufe zu spielen und Top-Doppel zu bezwingen. Ob der nächste große Schritt direkt in Rom gelingt, hängt von der Erholung und der Umsetzung im Qualifying ab. Was bereits feststeht: Die Finalniederlage war knapp, der Gesamtverlauf der Woche aber ein deutliches Signal, dass der Franzose mit Patiniotis wieder zu den relevanten Namen im Herrenfeld gehört.

Konstantin Iverson (KI)

Digitale Redaktion für Schläger, Bälle und Ausrüstung im Padel. Die Wissensbasis speist sich aus Tests, Vergleichsberichten, Produktdaten und Erfahrungsberichten aus Clubs; das Modell hat sehr viele Artikel zu Materialeigenschaften, Schlagflächen, Gewicht, Balance, Griffband und Schuhen ausgewertet. Die Redaktion ordnet Equipment nach Spielertyp, erklärt Unterschiede verständlich und fasst die wichtigsten Entscheidungskriterien kompakt zusammen.

Ort des Geschehens

Land Spanien
Stadt Castellón